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  • Angelika Kleber

Gefühle - Rosenbergmodell

Was sind Gefühle?

Gefühle sind weder gut noch schlecht. Gefühle sind in meinem Verständnis ein Ausdruck des Organismus, ob ein Bedürfnis als erfüllt oder unerfüllt interpretiert wird.


Fühlen wir ein angenehmes Gefühl, dann interpretiert unser Organismus ein Bedürfnis als erfüllt. Du empfindest zum Beispiel Freude, wenn du in deinem Yoga Kurs bist. Hier erfüllen sich vielleicht die Bedürfnisse nach Gesundheit, Bewegung und Zugehörigkeit. Bei der Abschlussmeditation merkst du eine Unruhe, du bist zunehmend ungeduldig. Dieses unangenehme Gefühl ist vielleicht ein Hinweis darauf, dass dein Organismus das Bedürfnis nach Ernährung als unerfüllt interpretiert.


Gefühle sind die Kinder der Bedürfnisse .

Marshall Rosenberg nennt die Gefühle die Kinder der Bedürfnisse. Dieser Vergleich verdeutlich den engen Zusammenhang zwischen Gefühlen und Bedürfnissen. Erst durch Gefühle werden Bedürfnisse sichtbar/spürbar/erkennbar. Sie sind somit wie ein Sprachrohr der Bedürfnisse.


Echte/unechte Gefühle.

Wir unterscheiden zwischen echten und unechten Gefühlen, sogenannten Pseudogefühlen. Zu den echten Gefühlen gehören traurig, wütend, ängstlich, glücklich, leicht, entspannt, zufrieden, angespannt, frustriert. Zu den Pseudogefühlen zählen alle Gefühle, bei denen eine Bewertung enthalten ist. „Ich fühle mich ausgeschlossen“ ist damit kein Gefühl, sondern impliziert meine Bewertung. Nämlich dass mich jemand ausgeschlossen hat. Ebendies gilt für die Pseudogefühle beleidigt, abgestoßen, betrogen, geringgeschätzt, ignoriert, missachtet, usw. Unter diesen Pseudogefühlen liegen immer echte Gefühle. So könnte unter „Ich fühle mich ausgeschlossen“ Wut, Angst, Trauer oder Frustration liegen.


Nochmal zurück zum Eingangssatz:

Gefühle sind in meinem Verständnis ein Ausdruck des Organismus, dass ein Bedürfnis als erfüllt oder unerfüllt interpretiert wird.


Warum „interpretiert wird“? Dazu mache ich dir ein Beispiel: Stell dir eine Geburtstagsparty vor. Viele langjährige Freund:innen kommen an diesem Abend zusammen. Man könnte vermuten, dass das Bedürfnis nach Zugehörigkeit hier bei allen erfüllt ist. Doch das muss nicht so sein. Stattdessen ist es möglich, dass du dich alleine fühlst, da dein Organismus das Bedürfnis nach Zugehörigkeit als nicht erfüllt interpretiert. Kleine Gesten und Worte der anderen können dieses Gefühl auslösen. Wichtig ist zu verstehen, dass die anderen deshalb nicht verantwortlich für dein Gefühl sind. Sie sind lediglich der Auslöser. Die Ursache liegt in dir.


Doch warum interpretiert dein Organismus Bedürfnisse als unerfüllt? Was steckt dahinter?


Mach dich gemeinsam mit mir auf den Weg.


Ich freue mich auf dich und deine Gefühle.











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